15.01.04

Oxford Media Convention

Am Dienstag fand in England die Oxford Media Convention statt, eine (inzwischen wohl jährliche) Veranstaltung zur Medienpolitk im Vereinigten Königreich mit speziellem Fokus auf dem Public Service Broadcasting, was mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk nur unangemessen übersetzt ist.

Natürlich wurden in erster Linie Themen besprochen, die gerade auf der Insel aktuell sind, etwa die Erneuerung der BBC-Charter. Dieses ehrgeizige Vorhaben könnte aber gerade deutschen MedienpolitikerInnen und BürgerInnen zeigen, wie unterschiedlich der Status der BBC in England und öffentlich-rechtlichem Rundfunk hierzulande ist. Denn der Charter-Renewal-Prozess ist der Versuch einer ganzen Nation, sich darüber klar zu werden, was ihr öffentlicher Rundfunk tut, tun soll und tun kann (zum Prozess eine Übersicht aus der Pressesteller der BBC).
Oder, wie Roly Keating, Controller bei BBC FOUR, es ausdrückt: "This is the start of a fascinating process which allows the BBC to ask itself, its audiences, its friends and critics the really serious questions about its future role in both UK and global broadcasting."

Dass dieser Vorgang nicht ohne Schwierigkeiten abläuft, ist nahezu selbstverständlich. Allerdings hat sich die BBC auch gerade selbst durch die Kelly-Affäre in Verruf gebracht, was ihre Situation deutlich erschwert. Wer mehr wissen möchte, liest die Artikel im Guardian und Telegraph.

Mehr zur Konferenz insgesamt (auf Englisch) im ausführlichen Blog meines Kollegen Nico Macdonald.

Posted by Matthias Spielkamp at 15.01.04 16:13
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