Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e.V. und die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. haben in Kooperation mit der Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages (Monika Griefahn), der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Christa Weiss), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Senat von Berlin den zweiten Kongress "Musik als Wirtschaft" veranstaltet.
In seiner Gesamtheit betrachtet war es eine ärgerliche Lobbying-Veranstaltung, die dadurch glänzte, dass unter mehr als 40 Vortragenden kein einziger ernsthafter Kritiker der Musikindustrie eingeladen war. Auch neue Ideen für den Musikvertrieb wurden nicht diskutiert. Einzig Karlheinz Brandenburg (seine Vita als PDF (39 KB)), Erfinder des mp3-Formats und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau stellte in seinem Vortrag den allgemeinen Konsens der Konferenz in Frage, der da - wen wundert's? - lautete: Illegale Musik-Downloads aus dem Internet bedrohen die Musikindustrie, also müssen sie mit der vollen Wucht neuer Gesetze und Strafverfahren eingedämmt werden.
Trotzdem habe ich viele Redebeiträge zumindest ansatzweise dokumentiert, so dass ich sie hier auch zur Verfügung stellen kann. Wenn ich irgendwann mal Zeit habe, versehe ich sie vielleicht noch mit Links und Komentaren. Solange müssen die Rohfassungen erstmal reichen.
Posted by Matthias Spielkamp at 26.04.04 22:49