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Park Inn City-West
Management
Innere Kanalstr. 15
50823 Köln
Berlin, 16. März 2005
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich war vom 14. auf den 15. März bei Ihnen zu Gast und habe eine Anmerkung zu Ihrem Service.
Die Tatsache, dass drahtlose Internetzugänge in Hotels Fantasiepreise haben, bin ich leider gewohnt. 4,50 Euro für eine halbe Stunde, 24,50 Euro für 24 Stunden - von welchen Gästen träumen Sie denn? Denen mit dem unbegrenzten Firmenspesen-Konto?
Dass man einen solchen Zugang nicht mit einem privaten DSL-Anschluss vergleichen kann, ist mir klar. Aber dass er bis zum Faktor 216 teurer ist, lässt sich wohl nur schwer rechtfertigen. (Wie ich darauf komme? 4,50 Euro pro 30 Minuten sind 216 Euro am Tag, also 6480 Euro im Monat. t-online DSL flat kostet 30 Euro im Monat.)
Übrigens kann ich als t-online-Kunde bei öffentlichen t-online-Hotspots für 16 Cent pro Minute surfen, bei minutengenauer Abrechnung. Schon allein die Abrechnung im 30-Minuten-Takt bei Ihrem Provider Swisscom ist eine Unverschämtheit. Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken, einen Partner auszuwählen, mit dem immerhin 11 Millionen Deutsche einen Vertrag abgeschlossen haben. Bei Swisscom dürften es eine handvoll sein. Das wäre zumindest mein Verständnis von Service am Kunden.
Aber gut, das ist Ihre Entscheidung, ich kenne ja Ihre Verträge nicht. Doch dem Fass den Boden ausgeschlagen hat die Tatsache, dass Sie dann für die Einwahl zum t-online-Zugang über die Telefonleitung Gebühren berechnen. Die Anwahl dieser Nummer ist für Ihr Hotel vollständig kostenfrei (ach ja, stimmt, Sie müssen natürlich eine Telefonanlage installieren, die Geld kostet - aber das hätten Sie doch wohl ohnehin gemacht, oder?). Ihren Gästen also diese Kosten in Rechnung zu stellen, ist dreiste Beutelschneiderei, nichts anderes. Und kommen Sie bitte nicht auf die Idee, mir zu erklären, dass sich das nicht kontrollieren lässt - denn das kann jede mittelmäßige Telefonanlage.
Es sind Kleinigkeiten wie diese, die darüber entscheiden, ob man zufrieden ist mit einem Hotel - oder ob man sich verschaukelt fühlt. Bei Ihnen fühle ich mit verschaukelt. Es war somit das letzte Mal, dass ich bei Ihnen zu Gast war.
Mit freundlichem Gruß,
Matthias Spielkamp