23.06.04

Kein Vinyl mehr per Post?

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Wie in verschiedenen Medien berichtet (Musikwoche, de:bug), will die Post AG die Maximalgröße für ihre Versandart "Warensendung" verringern. Was diese Information hier zu suchen hat? Nun, betroffen davon sind Musikverlage und -händler, die noch Vinylplatten verschicken. Denn die passen nun nicht mher rein. Das heißt, ihr Versand wird vom 1. Juli an 4,10 Euro kosten, statt bisher 1,55 Euro. de:bug ruft dazu auf, Protestmails an Post und Regulierungsbehörde zu schicken, denn "Zahllose junge Menschen werden dank Ihnen nun auf Supermarktmusik angewiesen sein. Sie radieren eine ganze kleine Kulturbranche aus."

Soweit würde ich erstmal nicht gehen, aber die Konsequenzen werden sicher nicht schön sein. Ich habe daher ebenfalls an Post und Regulierungsbehörde geschrieben, aber eine etwas abgeschwächte Version des Formulierungsvorschlags verwendet:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

wie in den Medien berichtet, will die Deutsche Post AG vom 1. Juli 2004 an die höchstzulässige Größe für ihre "Warensendung" verringern. Das würde bedeuten, dass Vinylplatten nicht mehr in den Verschickungsmodus "Warensendung" fallen und daher statt 1,55 Euro für das Verschicken einer Platte 4,10 Euro bezahlt werden müssten.

Für kleine Musikverlage und Mailoder-Vertriebe würde das eine große zusätzliche finanzielle Belastung bedeuten, die in vielen Fällen zum Aus führen kann - und dazu, dass "zahllose junge Menschen nun auf Supermarktmusik angewiesen sein werden," wie es die Fachzeitschrift de:bug formuliert.

Das wäre - in Anbetracht eines ohnehin bereits extrem konzentrierten Musikmarktes - eine durchaus ernst zu nehmende Gefahr für die kulturelle Vielfalt. Daher bitte ich Sie darum, diesen Schritt noch einmal zu überdenken.

Mit freundlichem Gruß,
Matthias Spielkamp"

Posted by Matthias Spielkamp at 15:28 | Comments (0)

17.06.04

Open Access-Workshop am Wissenschaftskolleg zu Berlin

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In welchem Verhältnis stehen die Creative Commons-Lizenzen und Open Access Publishing in der Wissenschaft? Dieser Frage widmet sich heute ein Workshop beim Wissenschaftskolleg zu Berlin, zu dem ich eingeladen bin. Eine hervorragende Gelegenheit, sich über den Stand der Diskussion zu informieren. Und: Es gibt ein offenes WLAN, d.h. ich kann zumindest ein wenig live bloggen. Viel Zeit wird dafür nicht sein, aber immerhin.

Dass Irene Pakuscher, Regierungsdirektorin im Bundesministerium der Justiz, gerade einen Exkurs hält zur Geschichte des Urheberrechts, gibt mir die Gelegenheit, so viel wie möglich aus der morgendlichen Sitzung einzufügen. Die Tagung findet in Englischer Sprache statt, daher gibt's hier auch nur Englisch. Wenn ich erst alles übersetzen muss, wird's nie was.

Lawrence Lessig commented on an eMail he received from scholar and Open Access activist Stevan Harnad. Lessig says that Harnad in his argument makes a mistake in saying that if a scientist wants his work to be accessible, he can just put it on the web and the case is settled. This is not good enough, says Lessig, because users would still need to negotiate the rights associated with the work, which is the core of the problem. So what's necessary is a legal infrastructure for Open Access. For scientists it's easier to publish under CC licences because they don't expect to be compensated in a way artists expect to be compensated. What CC does is provide a simple interface for authors they can understand and work with.

Jürgen Renn, Direktor des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte und Mitveranstalter der Tagung, sprach von einer major phase of transition in publishing – either to Open Access or commercial publishers. In his opinion, it is unlikely that there wil be an intermediate phase. Open Access is an economic decision. These decisions are made by major publishers and major science organisations, and we’ll have to go for one or the other, there’s no compromise. That’s why there is such a sense of urgency in this debate. The Berlin Declaration, which was not just signed by individuals, but major science organisations, defined their commitment that includes the changing of contracts with collaborators – a major success. But Open Access cannot be an individual or even institutional decision, but it is a policy decision, and a global decision. What’s more: The infrastructure is costly – we can’t spend ressources twice: either one way or the other.

Posted by Matthias Spielkamp at 11:04 | Comments (1)

16.06.04

Was ist eigentlich Creative Commons?

Posted by Matthias Spielkamp at 12:20 | Comments (1)

10.06.04

Portrait Lawrence Lessig in der ZEIT

In der ZEIT ist heute mein Portrait von Lawrence Lessig erschienen. Er wird morgen (Freitag) bei der Wizards of OS-Konferenz die deutschen Versionen der Creative Commons-Lizenzen vorstellen.

Posted by Matthias Spielkamp at 12:35 | Comments (0)

Wizards of OS

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Wird ja langsam mal Zeit für einen neuen Eintrag. Das Blog war regelrecht verwaist in letzter Zeit. Was auch daran lag, dass ich dabei geholfen habe, die Konferenz Wizards of OS 3 vorzubereiten. Und die hat nun begonnen, mit mehr als 100 Sprechern aus der ganzen Welt - und hoffentlich annähernd 2000 Gästen. Auf der Website gibt's alle Infos: Ablaufplan, Live-Stream, Kurzfassungen der Präsentationen, Kurzbiografien. Wer Zeit hat: hingehen!

Posted by Matthias Spielkamp at 12:29 | Comments (0)